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14. April 2026

Wie Lars ein seitwärts gedrehtes PDF noch vor Feierabend korrigierte

Lars bekam eine unterzeichnete Vertraulichkeitsvereinbarung zurück, alle neun Seiten seitwärts gescannt. Er musste das PDF drehen und vor 17 Uhr weiterleiten. Genau das hat er getan.

16:47 Uhr an einem Freitag. Lars hatte eine unterzeichnete Vertraulichkeitsvereinbarung in seinem Posteingang. Neun Seiten, alle um 90 Grad gedreht. Seine Buchhalterin erwartete sie vor 17:00 Uhr.

Neun Seiten, alle falsch

Der Kunde hatte sie mit seinem Bürodrucker gescannt. Die PDF-Datei war gültig. Man musste nur den Kopf zur Seite neigen, um ein einziges Wort darauf lesen zu können.

Lars versuchte es zunächst mit seinem üblichen PDF-Viewer. Der hatte eine Option zum Drehen der Ansicht, aber nichts, das die Drehung in die Datei gespeichert hätte. Er probierte den Umweg über "Als PDF drucken", den er zuvor einmal verwendet hatte: mit aktivierter Drehung drucken und als PDF exportieren. Zwei Seiten kamen mit dem Text als überlappendem Buchstabensalat zurück.

Er suchte nach einer Desktop-Anwendung. Das erste Ergebnis war ein 200 MB großer Download. Das zweite verlangte ein Konto, bevor es überhaupt irgendetwas tat. Er schloss beide Tabs.

Drittes Ergebnis

Er tippte "PDF online kostenlos drehen ohne Anmeldung" in Google ein. Das dritte Ergebnis sah sauber aus. Er klickte darauf.

MyTools PDF drehen. Keine E-Mail-Abfrage. Kein Upgrade-Fenster. Nur eine Datei-Dropzone. Kostenlos, kein Konto erforderlich.

Er zog die Datei hinein

Lars zog die Vertraulichkeitsvereinbarung auf die Seite. Das Tool lud alle neun Seiten als Miniaturansichten. 4,1 MB, in wenigen Sekunden verarbeitet. Jede Miniaturansicht war seitwärts, was zumindest bestätigte, dass das Tool das Dokument korrekt eingelesen hatte.

Er klickte einmal auf "Alle nach rechts drehen". Alle neun Miniaturansichten kippten ins Hochformat. Er scrollte durch sie hindurch. Seite vier hatte einen leichten Schatten entlang der linken Kante vom Scannerdeckel – die Art Detail, das einem erst auffällt, wenn ein Dokument endlich richtig herum ist. Der Text auf jeder Seite war lesbar.

Er klickte auf "PDF drehen". Die korrigierte Datei wurde heruntergeladen. Er benannte sie um, hängte sie an und drückte um 16:53 Uhr auf Senden.

Die Buchhalterin antwortete um 16:59 Uhr

Neun Seiten, alle aufrecht. Sie bestätigte den Erhalt und meinte, es sehe gut aus.

Lars hatte mehr Zeit damit verbracht, es auf die falsche Weise zu reparieren, als die richtige Reparatur tatsächlich gedauert hatte.

Die Datei verließ nie seinen Browser

Die Vertraulichkeitsvereinbarung enthielt Vergütungsbedingungen und persönliche Daten beider Seiten. Lars hatte sich nie groß Gedanken darüber gemacht, wo Online-Tools hochgeladene Dateien speichern. Dieses tat es nicht. Die Drehung lief im Browser selbst. Kein Server bekam das Dokument zu sehen. Den Tab zu schließen war das Ende der Sache.

Für das nächste Mal, wenn ein Kunde etwas Übergroßes schickt, hat er sich auch den PDF-Komprimierer als Lesezeichen gespeichert. Gescannte PDFs neigen dazu, über 10 MB aufzuquellen, und sein E-Mail-Server lehnt alles Größere ab.

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